Betreuung

Hauptbetreuung: H. Niehr; Nebenbetreuung: P. Pfälzner, E. Pernicka

Konzept

Da die Verstorbenen in der spätbronze- und eisenzeitlichen Vorstellungswelt Vorderasiens nicht einfach nur in der Unterwelt „verschwanden“, wo sie von den Lebenden restlos getrennt worden wären, war der Umgang der Lebenden mit den Toten nicht auf die Riten unmittelbar nach dem Tod bzw. auf die Bestattung begrenzt, sondern setzte sich noch weiter fort. Bildeten doch die Ahnen einen wichtigen und nicht zu unterschätzenden Bestandteil der Familie. Bislang gibt es in der Forschung trotz vieler Einzeluntersuchungen noch keine Gesamtuntersuchung zum Umgang mit den Toten während der Spätbronze- und der Eisenzeit, in dem möglichst umfangreich und vergleichend Bestattungs- und Totenrituale in Beständigkeit und Wandel dargestellt wären. Hier geht es vor allem um die Region der Levante, ausgehend von Ugarit, über die Königtümer des Libanon (Byblos, Sidon) bis hinein in die Königsstädte Palästinas (Hazor, Megiddo, Samaria und Jerusalem). Inhaltlich schließt sich dieses Thema an Thema 4 an, allerdings ist dieses chronologisch nachzeitig zu jenem ausgerichtet, da hier in erster Linie die Traditionen vom 2. zum 1. Jahrtausend aufgezeigt werden sollen.