Herbert Niehr (Altes Testament)

herbert.niehr@uni-tuebingen.de

Herbert Niehr forscht seit Jahren über die Religionsgeschichte des syrischen Königtums von Ugarit im 2. Jahrtausend v. Chr. Er hat vor allem die Bestattung der ugaritischen Könige und die damit in Zusammenhang stehenden archäologischen Relikte sowie den Ahnenkult in Ugarit eingehend untersucht . Er hat darüber hinaus vergleichende Untersuchungen zum Umgang mit den Toten im 2. und 1. Jahrtausend in Anatolien, Syrien, Libanon und Palästina vorgenommen. Im Rahmen seiner Beteiligung am Tübinger Graduiertenkolleg "Anatolien und seine Nachbarn. Kulturelle Wechselwirkungen und Zivilisationsentwicklung vom Neolithikum bis in die Römische Kaiserzeit" (1998-2004) hat Herbert Niehr, zusammen mit Peter Pfälzner und anderen Tübinger Archäologen und Altertumswissenschaftlern, gemeinsame interdisziplinäre Lehrveranstaltungen zur Religionsgeschichte des Alten Orients angeboten.

Ernst Pernicka (Archäometrie)

ernst.pernicka@uni-tuebingen.de

Ernst Pernicka kann als einer der renommiertesten Vertreter der Archäometrie in Deutschland gelten und führt seit vielen Jahren hochspezialisierte naturwissenschaftliche Untersuchungen archäologischer Objekte und Materialien durch, vor allem im Bereich der Metallurgie und Lagerstättenkunde. Die Zielsetzung der Arbeiten Pernickas liegt grundsätzlich darin, die chemischen Analysen archäologischer Objekte mit dem kulturellen und historischen Hintergrund der Gegenstände zu verknüpfen und dadurch zu einer integrierten naturwissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen, d.h. in sich bereits interdisziplinären Auswertung zu gelangen. Dabei hat Ernst Pernicka sich auch bereits intensiv der Verbindung chemischer Analysen mit religionsgeschichtlichen Fragestellungen gewidmet, am Beispiel der berühmten Himmelscheibe von Nebra.