Programmablauf

Um das wichtigste Ziel des Promotionsverbundes, die Doktoranden/innen in 2-3 Jahren zum erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion zu führen, zu verwirklichen wird großer Wert auf eine intensive Betreuung der Doktoranten gelegt. Die Erfahrungen der Betreuer haben gezeigt, dass ein anspruchsvolles, umfangreiches Lehrprogramm in der Promotionsphase zwar anregend ist, aber unvermeidbar zu einer erheblichen Verzögerung des Promotionsvorhabens führt. Deshalb wird bewusst auf die Konzeption eines ausgedehnten begleitenden Programms von Unterrichtsveranstaltungen im Promotionsverbund verzichtet.

Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf einer intensiven, spezifischen Betreuung der Doktoranden in ihrem Promotionsvorhaben. Dies soll durch ein dreistufiges Betreuungskonzept sichergestellt werden:

Auf der ersten Stufe stehen direkte Betreuungsgespräche, die in regelmäßigen Intervallen von 3 Monaten mit den einzelnen Kandidaten stattfinden werden. Dabei wird nicht nur der Hauptbetreuer, sondern auch die Nebenbetreuer anwesend sein. Für diese Gespräche werden von Termin zu Termin Zielvorgaben („Meilensteine“) in gegenseitigem Einverständnis festgelegt, wobei das Erreichen dieser „Meilensteine“ in den Besprechungen überprüft und diskutiert wird, sowie der jeweils nächste „Meilenstein“ vereinbart wird.

Die zweite Stufe des Betreuungskonzeptes besteht aus einem Forschungskolloquium des Promotionsverbundes, an dem die Betreuer, die Doktoranden/innen sowie fortgeschrittene Studierende und Qualifikations-Kandidaten der beteiligten Fächer teilnehmen. Die Doktoranden/innen sollen ihre Promotionsvorhaben mehrmals, d.h. im Abstand von 1 bis 2 Semestern im Kolloquium präsentieren und diskutieren. Nach Bedarf werden andere Studierende und Lehrende als Referenten zu für den Promotionsverbund relevanten Themen hinzugebeten, um die fachliche und interdisziplinäre Perspektive der Promovierenden zu erweitern.

Die dritte Stufe des Betreuungskonzepts sieht die Veranstaltung eines jährlichen Symposions zu einem Thema des Promotionsverbundes vor. Dort werden die Doktoranden/innen ihre Forschungsergebnisse vorstellen und erstmals in einem größeren Kreis von Fachwissenschaftlern diskutieren. Die Organisation des Symposions und die Auswahl der Referenten, die auch international zusammengesetzt sein können, obliegen den Stipendiaten. Auf diese Weise sollen sie auch Erfahrungen in der Wissenschaftsorganisation erhalten und vor allem Kontakte zu wichtigen Fachrepräsentanten im In- und Ausland aufbauen. Ergänzend zum Symposion sollen die Stipendiaten Gelegenheit erhalten und ermuntert werden, (vom Promotionsverbund finanzierte) Reisen zu Tagungen und Kongressen zu unternehmen, um ihre Ergebnisse vor einer breiteren Fachöffentlichkeit präsentieren zu können und internationale akademische Erfahrungen zu sammeln.